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A GLASS OF WAVES





Das multisensorische Soundsystem des Vereins “Your Club is not my Club” (YCINMC) und die begehbare Glasraumpassage des SYNTOPIAN VAGABOND, die Werkstruktur der bildenden Künstlerin Michaela Rotsch, kommen für einen mobilen “Clubraum” zusammen. Die von YCINMC kuratierten Events im Glasraum finden im öffentlichen Raum statt und umfassen ein Musikprogramm, Workshops, eine Filmvorführung sowie Möglichkeiten zum Experimentieren für Besucher*innen. Das Projekt schafft durch das Programmangebot, sowie täglichen Öffnungszeiten, eine kritische Reflektion zwischen Innen- und Außenräumen. Über den Zeitraum vom 25.9.-27.9.26 wird hier Raum zum Verweilen geschaffen, aber auch Raum zum Zusammenbringen von der Gehőrlosen- sowie der elektronischen Musik Community. Tiefe, basslastige Musik kann hier eine Sprachbarriere überwinden, welche aufgrund der fehlenden Kenntnisse der Gesamtgesellschaft in der österreichischen Gebärdensprache existiert.


Programm & Standorte:

13. Bezirk – Hügelpark (25.–27. September)
  • Öffnungszeiten: Fr 25.9. – So 27.9., täglich 11:00–17:00 Uhr
  • Workshop: Sa 26.9., 15:00–17:00 Uhr (im Anschluss Open Decks bis 21:00)
    Anmeldung: https://forms.gle/QcWHMFXKHDhVRxrm6
  • Listening Session: So 27.9., 15:00–18:00 Uhr - 15:00-16:30 Miyra Lim, 16:30-18:00 Tanja Turner

2. Bezirk – Karmeliterplatz (30. September – 4. Oktober)
  • Filmscreening + Austausch „The Tuba Thieves“: Mi 30.9., 18:00–20:30 Uhr
  • Workshop: Do 1.10., 15:00–16:30 Uhr (im Anschluss Open Decks)
    Anmeldung: https://forms.gle/QcWHMFXKHDhVRxrm6
  • Listening Brunch: So 4.10., 11:00–15:00 Uhr - 11:00-12:30 Theodora, 12:30-15:00 Lenkoo


Workshops
Workshopleiter: Alexander Regal (Deaf_iance)
Während des Workshops kann man eine andere Art des Musikerlebens kennenlernen und sich darauf konzentrieren, Töne und Rhythmus zu fühlen statt zu hören. Vorkenntnisse in der Musikproduktion sind nicht erforderlich. Wir werden hauptsächlich mit dem analogen Synthesizer Korg Monologue arbeiten, inklusive Anleitung.
Wir freuen uns über alle, die Musik gerne erleben und offen für vielfältige Wahrnehmungen von Musik und Klang sind. Die Hauptsprache des Workshops ist Österreichische Gebärdensprache, eine Dolmetscherin ist vor Ort.

Ablauf:
15:00 Einführung: Gebärdensprache, Gehörlosenkultur und -community
15:15 Live-Musiksession: Fokus auf die Sinne
16:00 Selbst ausprobieren - Einzelsessions
17-21:00 Open Decks - offener Austausch.
Wer bei den Open Decks auflegen möchte, bringt bitte 2 USB-Sticks mit!

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos.  Anmeldung hier: https://forms.gle/QcWHMFXKHDhVRxrm6


Filmscreening: The Tuba Thieves

Eine Serie von Tuba-Diebstählen, die sich vor zehn Jahren in kalifornischen Schulen ereignete, ist Ausgangspunkt einer vielschichtigen und amüsanten Reflexion über Töne und Musik, wie diese sich in Bildern wiederfinden und mit Worten zu beschreiben sind. Die Künstlerin Alison O’Daniel erzählt aus der Perspektive von Gehörlosen Menschen; ihr Film gleicht einer musikalischen Komposition, die ihr Thema in mehreren Sätzen variiert.

In einer Sequenz ist der anschwellende Lärm eines Passagierflugzeugs zu hören, das in geringer Höhe über ein Wohngebiet fliegt und allmählich die Windgeräusche übertönt, ehe man seinen Schatten über die Häuser huschen und erst dann die Quelle des Lärms selbst sieht. Die Untertitel, ein integraler Bestandteil dieses Films, beschreiben die Geräusche nicht nur mit verblüffender Präzision, sondern beziffern auch ihren Schalldruck in Dezibel.

Der Wechsel von Passagen mit und ohne Ton motiviert uns, differenzierter, konzentrierter, gezielter wahrzunehmen. Das Motiv des Hörens, der Geräusche, der akustischen Umweltverschmutzung steht im Zentrum des Films, mehr als das Narrativ der mysteriös verschwundenen Tubas, auch mehr als die imponierende Protagonistin Nyeisha „Nyke“ Prince, die in „The Tuba Thieves“ eine Gehörlose Schlagzeugerin verkörpert. Der Tuba-Diebstahl ist vor allem eine Metapher: Was macht das Fehlen eines Klangs mit der Wahrnehmung?